Willkommen in Freiburg

(Projektnews hier)

  • Motivation

Kriege und Krisen führen in Deutschland zu einer stark wachsenden Anzahl von Asylbewerbern. Daher entschloss sich die Freiburger Bürgerstiftung Ende 2013,  den Schwerpunkt für das Jahr 2014 auf die Unterstützung von Flüchtlingen zu legen. Neben konkreten Hilfen,  ist unser Ziel  eine Willkommenskultur zu schaffen und dabei auch Bedenken von Bürgern aufzunehmen. Um Erfahrungen zu sammeln, engagierten wir uns zunächst in der Containerwohnanlage im Schlangenweg. Bei Begleitungen zu den Ämtern erhielten wir einen ersten Eindruck von den unterschiedlichen Ausgangssituationen und Bedürfnissen der Flüchtlinge. Die starke Unterstützung des zeitlich auf sechs Monate befristeten Wohnheims durch den Herderner Bürgerverein hat uns dabei sehr beeindruckt. Zusammen haben wir kleine Gartengrundstücke angelegt, und ein Fest mit und für die Bewohner im Vorderhaus organisiert. Die Erlöse unseres reich bestückten Flohmarktes gingen komplett in die Unterstützung der Flüchtlinge.

  • Patenschaft für die Mooswaldallee 10 a                                  

Die 65 Bewohner des Schlangenwegs zogen Ende Juli in die neu errichtete Containerwohnanlage in der Mooswaldallee. Dazu kamen 21 neue Asylbewerber. Die Bewohner stammen aus 14 Ländern, die größte Gruppe aus Syrien. Es gibt eine große Gruppe Kleinkinder, am stärksten vertreten ist die Gruppe von jungen Männern.



  • Aktivitäten                                  

1. Sprache: Ein wesentlicher Punkt für eine Integration ist die Sprache, daher sind die angebotenen Deutschkurse in Kleingruppen sehr begehrt. Die Bürgerstiftung hat Sprach- und Wörterbücher gekauft, die auch ein Selbstlernen ermöglichen.

2. Runde Tische:  Auf die Anregung der Bürgerstiftung haben bisher zwei Runde Tisch mit der Stadt, dem DRK und den Anwohnern stattgefunden. Es geht darum Probleme, wie nächtliche Ruhestörungen, Müll und Sachbeschädigungen aufzunehmen, aber auch Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen.  So wird zur Zeit geprüft, ob anerkannte Bewohner bei Betrieben in der Nachbarschaft ein Praktikum absolvieren oder arbeiten können.

3. Mobilität: Freiburger Bürger spendeten Fahrräder, Schlösser (Sport Kiefer), und einen Reparaturkasten (RADieschen, Vauban). Außerdem wurden Fahrkarten gespendet.

4. Sicherheit: Die Polizei hat auf Bitte der Bürgerstiftung eine Verkehrserziehung für die Kinder durchgeführt.

5. Sport: Im Gespräch ist die Nutzung eines Fußballplatzes in der Nähe. Im Frühjahr soll das Projekt starten. Außerdem wurde ein Kontakt zum Fußballverein in der Nähe hergestellt, bei dem Bewohner spielen können.

6. Garten: Beim Bau haben wir darum gebeten Freiflächen für Gartenanlagen zu lassen. Diese sind nicht groß, ein erstes Beet mit Kräutern und Beeten wurde bereits angelegt. Weitere sollen im Frühjahr folgen. Geräte und Pflanzen hat die Bürgerstiftung bereit gestellt.

7. Raumnutzung: ein Zeitstifter schreinert mit den Bewohnern geeignete Regale um den vorhandenen Wohnraum optimal zu nutzen.

 8. stART: Herr Bednarik und Frau Gerold erstellen im Rahmen des stART Projektes, gemeinsame Kunstwerke und Strickarbeiten. Dank einer Spende der Immentalstiftung, einer Treuhandstiftung der Bürgerstiftung, ist die Finanzierung des Projekts, das den Kindern auch hilft Erlebtes zu verarbeiten, für die nächsten Monate gesichert.

9. Kontaktpflege: Die Bewohner freuen sich über Kontakt mit Freiburgern, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und etwas über das Leben in Deutschland zu lernen. Am 9. Oktober haben die Bewohner, Frau Dieterle als Sozialarbeiterin und die Bürgerstiftung alle Anwohner und Interessierte zu einem Kennenlernen mit Kaffee und Kuchen eingeladen. In den Gruppenräumen und vor dem Wohnheim wurden viele Kontakte geknüpft und Gespräche geführt.

10. Handarbeiten/ Nähen: Zwei Nähmaschinen wurden gespendet, ab Mitte Januar wird eine Zeitstifterin einen Nähkurs anbieten.  Auch gestrickt wird in der Mooswaldallee fleißig.

11. Der Weihnachtsmarkt: Die Freiburger Bürgerstiftung hat für den 13. Dezember auf dem Rathausplatz einen Sozialstand angemeldet. Gemeinsam mit den Bewohnern Selbstgebasteltes und Plätzchen verkaufen. Das Geld wird für die Flüchtlinge verwendet werden.

12. Kultur: Kinder aus der Mooswaldallee sind eingeladen eine Aufführung des Rollschuhmärchens zu besuchen

13. Praktika / Patenschaften: Ein Schülerin absolviert ihr schulbegleitendes Sozialpraktikum in der Mooswaldallee. Während die Mütter Deutsch lernen, kümmert sie sich um die Kinder.  Eine Freiburger Familie hat angeboten sich intensiver, um eine Flüchtlingsfamilie zu kümmern. Außerdem haben Studenten angeboten Patenschaften für einzelne Bewohner zu übernehmen.

  • Was wird benötigt – was weniger
Die Flüchtlingswohnheime haben kaum Lagerfläche, deswegen macht es keinen Sinn, Kleiderspenden oder andere Gegenstände zu bringen, von denen man nicht weiß, ob sie gebraucht werden. Kleiderspenden sind besser im Kleiderladen aufgehoben – hier dürfen Flüchtlinge kostenlos Kleidung holen. Kinderkleidung bis Größe 128, Betten, Kinderwagen, Stühle etc, werden vom Helferkreis für Mutter und Kind (www.helferkreis-freiburg.de) entgegengenommen oder auf Wunsch auch abgeholt. Bedürftige Frauen können hier kostenlos auswählen, was Sie benötigen. Nicht mehr benötigte Sachen sollen wieder zurückgebracht werden, so dass eine vielfache Nutzung erfolgt. Bewährt haben sich konkrete Aufrufe per Mail: so haben wir Kindersachen, Fahrräder, Bettwäsche und einiges anderes bekommen.  Gerne würden wir eine Internetplatform ins Leben rufen, auf der Angebote und Gesuche eingestellt werden können – hier fehlen uns zur Zeit die personellen Ressourcen.

Um Fahrräder herzurichten und Regale herzustellen, suchen wir einen Arbeitsraum. Das größte Problem in Freiburg ist der fehlende Wohnraum. Inzwischen sind schon mehrere Bewohner anerkannt, aufgrund fehlender Wohnungen, konnte jedoch noch niemand die Containeranlage verlassen. Besonders problematisch ist der fehlende Platz für nachziehende Ehepartner.

Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung und die vielen Sachspenden. 2015 wollen wir die Gesamtsituation in Freiburg stärker in den Mittelpunkt stellen und dazu beitragen, dass es eine bessere Transparenz über die vorhandenen Angebote in Freiburg gibt.

  • Kontakt
Wir freuen uns über Ihre Anregungen, Spenden, Zeit – sprechen Sie uns an:

Bärbel Fritzsche / Tel: 0761 287479 / befritzsche@gmx.de
Angela Klaßen / Tel: 0761 5569293 / a-klassen@t-online.de
Antje Reinhard / Tel: 0761 7663353 / antjereinhard@arcor.de

 

 


 

       
 

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