Das Hörbuch "Bleiben ist keines, nirgendwo“ ist da
Ab sofort bei der Freiburger Bürgerstiftung, dem Freiburger Hörbuchverlag HörFlüge, dem Kulturverein artisse e.V. sowie im Handel für 15 Euro erhältlich! Schreiben Sie an unsere Geschäftsstelle: betz@freiburger-buergerstiftung.de

Die eindrücklichen Texte des 1958 in Syrien als palästinensischer Flüchtling geborenen  Mohammed Jabur  verweben seine Jahrzehnte währende Fluchtgeschichte mit einer berührenden Nahtoderfahrung.

Durch seine Herkunft aus einem international nicht anerkannten Staat galt Mohammed Jabur stets als heimatlos und wurde über dreißig Jahre lang von Land zu Land abgeschoben. Nachdem er 1996 nach Deutschland gelangte, musste er zehn Jahre um seine Einbürgerung kämpfen. Die nervliche Anspannung und Verzweiflung während dieser Zeit forderten ihren Tribut: Er erkrankte schwer an Krebs und erlitt im März 2012 einen allergischen Schock, der zum kurzfristigen Tod führte.

Wie „um sein Leben“ hat Mohammed Jabur seitdem geschrieben. Zunächst auf Arabisch, dann auf Englisch und schließlich auf Deutsch. Heute lebt er in Merzhausen bei Freiburg und fungiert ehrenamtlich als Dolmetscher und Sprachrohr für die aktuell ankommenden Flüchtlinge.

Seine erschütternde Lebensgeschichte in ihrem schicksalhaften Getrieben-Sein, die so unmittelbar gefangen nimmt und uns die Perspektive der Flucht zu verstehen lehrt, ist nun auf Hörbuch erschienen, gelesen von Heinzl Spagl, der als Schauspieler und Sprecher, u.a. am Freiburger Kinder- und Jugendtheater Marienbad, Bekanntheit erlangt hat.

Als Sänger klassischer arabischer Musik, Folklore und Pop ist Basem Salem, der jetzt in Freiburg lebt und die palästinensische Tragödie aus dem Jerusalemer Blickwinkel kennt, das ideale Pendant, um das Gelesene musikalisch zu umrahmen und weiterzuentwickeln. Begleitet wird er dabei von dem Straßburger Marokkaner Aziz El Kaddouri an Oud und Geige und von dem Freiburger Bassisten Wolfgang Fernow, der in klassischen Orchestern, Jazz und Ethno-Formationen spielt und einen Borgen zur hiesigen Kultur spannt.

Das Team:

Text-Autor: Mohammed Jabur
Textbearbeitung / Redaktion / Lektorat: Friederike Zimmermann
Idee und Ko-Lektorat: Anja Huss

Sprecher: Heinzl Spagl
Musik / Gesang: Basem Salem
Oud/Geige: Aziz El Kaddouri    
Kontrabass: Wolfgang Fernow

Regie, Dramaturgie: Renate Obermaier / Petra Faißt, 
Fotos, Bilder: Britt Schilling
Verlagsarbeit: Renate Obermaier / Heinzl Spagl
Tonmeister: Harald Hassler, Tonstudio Staufen
Projektleitung: Reinhild Dettmer-Finke (Stiftungsrätin der FBST)

Eine Produktion der Freiburger Bürgerstiftung (FBST), dem Freiburger Hörbuchverlag Hörflüge und dem Merzhauser Kulturverein artisse e.V.
Gefördert von: auf augenhöhe FONDS, Katholische Akademie Freiburg, Mittendrin e.V., Strandkorbstiftung, Green City Hotel Freiburg, Freiburger Bürgerstiftung

„Über ein Jahr war es her, dass mich Mohammed Jabur wegen seines Buchprojektes angesprochen hatte: Eine Menge Textseiten sollten redigiert, zum Teil gekürzt und ein wenig umgestellt werden. Gleich beim ersten Lesen zog mich seine Geschichte in ihren Bann. Doch wurde mir auch schnell klar, dass dieser Text, der in Arabisch gedacht, aber auf Deutsch niedergeschrieben war, so nicht eins zu eins funktionieren würde. Zwar atmete die orientalische Seele aus den ins Deutsche übertragenen Worten, doch wollte sie in diesen keine rechte Entsprechung mehr finden.
So kamen wir auf die Idee, diese Verbindung über die Musik wiederherzustellen – als Trägerin des emotionalen Gehalts, um den Text traumgleich in seiner originären Heimat zu verorten; zunächst in Form einer Lesung, aus der dann fast zwangsläufig ein Hörbuch entstehen musste. Darum existiert dieser Text auch nur als Hörbuch bzw. Hörerzählung und ist nicht in Buchform erhältlich.
Basem Salem (klassisch-arabischer Gesang) hatte ich bereits über andere, ähnliche Produktionen schätzen gelernt. Zusammen mit den Musikern Aziz El Kaddouri (Geige, Oud) und Wolfgang Fernow (Bass) traf er denn auch genau den ›richtigen Ton‹, um den Worten, die Heinzl Spagl so meisterhaft und ausdrucksstark gesprochen hat, ihre orientalische Seele zurückzugeben…“ (Friederike Zimmermann)

 

 


 

       
 

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